Monatsarchiv für November 2010

„Gemeinschaft deutscher Frauen“ nutzt Weißenseer Turnhalle.

Turnhalle in der Meyerbeerstraße (Faksimilee: Berliner Kurier / Gudath)Laut des kritischen Journalist_innen-Portals schattenbericht.de veranstaltete die „Gemeinschaft deutscher Frauen“ (GdF) am 13. November die Turnhalle in der Meyerbeerstraße in Berlin-Weißensee für eine Turnveranstaltung ihrer Mitglieder und Sympathisant_innen. Laut Berlin Rechtsaußen nutzt die GdF die Räumlichkeiten bereits seit einem Jahr. Die nahgelegene Schule „Kreativ Zentrum Berlin Pankow“, die versehentlich mit der Vermietung der Turnhalle in Verbindung gebracht wurde distanzierte sich in einer Stellungnahme offen von den Körperertüchtigungsveranstaltungen der GdF: „Wir möchten hier nachdrücklich erklären, dass der Geist solcher rechtsextremer Gruppen unserem humanistischen Menschenbild und somit unseren Bildungs- und Erziehungszielen zutiefst widerspricht. Wir distanzieren uns ausdrücklich von diesen Veranstaltungen und Menschen.  Wir hoffen, dass in Zukunft solche Veranstaltungen in Weißensee unterbunden werden und sich viele Menschen mit uns gegen dieses Gedankengut einsetzen.“.
Laut eines Artikels des Berliner Kuriers hatte eine eingetragener Sportverein bei der Bezirksverwaltung einen Antrag auf Nutzung der Halle gestellt und auch bewilligt bekommen. “Wir sind um Aufklärung des Sachverhaltes bemüht” hieß es seitens der zuständigen Pankower Stadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD).

Im Folgenden dokumentieren wir den Schattenbericht-Artikel von Maik Baumgärtner über die Veranstaltung.

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Nazis auf die Pelle rücken ! Antifaschistische Aktionen gegen Neonazis in Berlin Mitte

Nazis auf die Pelle rücken !
Antifaschistische Aktionen gegen Neonazis in Berlin Mitte

Verfasser_in: Antifaschistische Initiative Moabit (AIM) / Zeitung zur 9. November-Demo (November 2010)

Mitte der 90er Jahre versuchten schon einmal Neonazis aus Tiergarten/Moabit, Wedding und Charlottenburg in diesen Berliner Bezirken politischen Einfluss zu gewinnen. Dank dauerhafter antifaschistischer Präsenz – diversen Outings, Infoveranstaltungen und Aufklärung in den Stadtteilen – gelang es nach knapp zwei Jahren, den Auftritt der damaligen „Kameradschaft Beusselkiez“ zu beenden. Der Chef der Kameradschaft war dem permanenten antifaschistischen Druck auf Dauer nicht gewachsen und hatte es dann vorgezogen, seinen Wohnort in Moabit aufzugeben.
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