Kein Kiez für Nazis!
Nein zum„Thor Steinar“-Laden „Tønsberg“ in Weißensee!
Am 28.Oktober 2011 eröffnete in der Berliner Allee 11 der Nazi-Laden „Tønsberg“. Der Laden vertreibt, wie schon sein gleichnamiger Vorgänger in Mitte, die rechte Bekleidungsmarke „Thor Steinar“. Bei „Thor Steinar“ handelt es sich nicht um ein beliebiges Fashionlabel. „Thor Steinar“-Kleidung transportiert rechte Botschaften in den öffentlichen Raum und kleidet Neonazis gleichzeitig so, das sie nicht offensichtlich als solche wahrgenommen werden können. Eine Ideologie, wie die des Nationalsozialismus, die von der Minderwertigkeit von Menschen ausgeht, können und wollen wir nicht hinnehmen.
„Thor Steinar“ – eine Marke von Neonazis für Neonazis
Das Klamottenlabel „Thor Steinar“ wurde im Jahr 2002 von Axel Kopelke und Uwe Meusel gegründet – zwei Personen, die immer wieder im Zusammenhang mit Veranstaltungen rund um die Königs Wusterhausener Neonaziszene aufgefallen waren. Schon das aus zwei nordischen Runen zusammengesetzte Logo, das u.a. das SS-Emblem enthält und deshalb längere Zeit verboten war, zeugt vom ideologischen Hintergrund der Marke – dem Nationalsozialismus. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Aufdrucke und Applikationen der „Thor Steinar“-Kollektionen immer wieder mit eindeutig zweideutigem Bezug auf Nationalsozialismus, Kolonialismus und Krieg bestand. Dies, sowie die Verankerung der Marke und ihrer Hintermänner in der Neonaziszene führten schnell zu deutschlandweiten Protesten, in deren Konsequenz „Thor Steinar“ viele seiner Läden schließen musste und das Tragen der Marke in einigen Fußballstadien und dem Bundestag verboten wurde. Seitdem setzt „Thor Steinar“ verstärkt auf unauffällige sportliche Klamotten.
„Tönsberg“ – nicht das einzige Problem
„Thor Steinar“ hat den neuen Standort für seinen Laden nicht zufällig gewählt. Neben seinen Bestandskunden kann „Thor Steinar“ in Weißensee mit rechtsoffener Kundschaft aus der unmittelbaren Umgebung sowie den benachbarten Bezirken rechnen. Der neben dem Laden gelegene Antonplatz entwickelt sich seit längerem zu einem Ort, an dem es regelmäßig zu rechten Pöbeleien und Übergriffen kommt. Auch die Fahrt mit den Tram-Linien M4 und M13 kann unter Umständen gefährlich werden, da größere Neonazigruppen (u.a. aus Weißensee und Hohenschönhausen) gerade an den Wochenenden immer wieder Fahrgäste bedrohen und zusammenschlagen. Die Eröffnung des „Thor Steinar“-Ladens, vor allem dessen Publikum, das in Zukunft zum rechten Shopping nach Weißensee kommen wird, wird diese Situation nur unnötig weiter verschärfen.
Kein Kiez für Nazis!
Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass der direkte Protest durch Aufklärung und Information in der Nachbarschaft, Demonstrationen und Kundgebungen der beste Weg ist, um Neonazis und ihrer Ideologie den Nährboden zu nehmen. Nachdem es Weißenseer*innen bereits 2005 gelungen war, die Schließung des Neonaziladens „Nordic Thunder“ herbeizuführen, sind wir zuversichtlich, dass auch die Schließung des „Tønsberg“ gelingen kann. Letztenendlich liegt es aber an uns allen, wie lange sich ein solcher Laden in Weißensee hält.
Ein erstes Zeichen wurde bereits zur Ladeneröffnung gesetzt, als sich spontan 100 Menschen am Antonplatz versammelten, um ihren Unmut kundzutun. Um es dabei nicht zu belassen, rufen wir am 18. November zu einer Demonstration gegen den „Tønsberg“ auf. Dies wird das nächste und gewiss nicht das letzte Zeichen gegen den Laden sein. Sagt euren Freund*innen Bescheid, malt Eure eigenen Schilder und Transparente und kommt zur Demo.
„Tønsberg“ in Weißensee? Wir sagen Ladenschluss von 0 bis 24 Uhr!
Rechte Klamottenmarken wie „Thor Steinar“ braucht keiner!
Demo:
Fr. 18. November 2011, 17.30 Uhr, S-Bhf. Greifswalder Straße
Informationen zur Marke „Thor Steinar“ und zur Demo gibt es unter:
www.keinkiezfuernazis.blogsport.eu


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